Rede von Christoph Hueck

Rede über die Corona-Impfstoffentwicklung auf der Querdenken Demonstration am 6. Mai 2020 auf dem Marktplatz in Stuttgart.  

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Katja (Samstag, 09 Mai 2020 12:59)

    Hut ab! Wunderbar :)

  • #2

    Daniela Fraenkel (Sonntag, 10 Mai 2020 14:46)

    Guten Tag, mir stellen sich die Nackenhaare auf!
    1. Ein wissenschaftliche fundierter Vortrag baut nicht mit „Klatschlücken“ an geeigneten Stellen auf Applaus. Der Aufbau der Rede ist als Populismus einzustufen. Die Meute klatscht, weil sie auf Schlagwörter reagiert: „Bill Gates“, „Freiheit“, „Selbstbestimmung“, „Diktatur“.

    2. Schweden hat ein völlig anderes Verhältnis zu Regierung und ist viel weniger dicht besiedelt. Es gibt wenig „Mehrgenerationenskultur“, Großeltern leben selten im eigenen Haushalt. Die Menschen dort sind nicht mit uns zu vergleichen. Von der höheren Sterberate waren überdurchschnittlich viele Geflüchtete betroffen, die von der Kultur her enger miteinander Leben und vom Sozialen Status über weniger Wohnraum und schlechteren Zugang zum Gesundheitssystem verfügen. Sie sind die Verlierer der Freiheit und Selbstbestimmung...

    3. In Deutschland hängt physische und psychische Gesundheit , sowie der Zugang zu Bildung bekanntermaßen im hohen Maße vom sozialökonomischen Status ab. Das Ziel von Herrn Hueck, eine umfassend, ganzheitliche Stärkung des Immunsystem, ist eine gesamtgesellschaftliche Forderung die ein Umdenken und Umstrukturieren Erfordert. Das wesentliche Problem darin stellen 2 Faktoren dar: Der Kapitalismus und das Patriarchat. Gesundheitswesen, Bildung und die Verteilung der Güter und der Gewinne sind dem untergeordnet und zwar nicht erst seit Corona...
    Es geht also nicht darum blindlings die momentanen Maßnahmen zu bekämpfen, unter dem Deckmantel der Menschenwürde, es geht darum Bildung und Gesundheit dauerhaft unabhängig vom sozialökonomischen Status zu stärken! Auch wenn Corona „vorbei“ ist und sich alle wieder in ihrem Wohlstandsleben bequem gemacht haben und Anthroposophen wieder, wie gewohnt, als „die,die ihren Namen tanzen“, abwerten.... momentan kann man sie natürlich als Wissenschaftler beklatschen...

    4. Impfungen müssen im Kapitalismus hinterfragt werden, da immer die Pharmaindustrie mit dahinter steht. Gleichzeitig können nur wir Luxusbürger*innen uns diese Freiheit herausnehmen. Wenn ich in einem Entwicklungsland leben würde und wüsste, dass meine Tochter ein hohes Sterberisiko hat, wenn sie an Masern erkrankt- da Wohnsituation und Gesundheitsversorgung schlecht sind- würde ich tagelang für eine Impfung anstehen. Meine Freiheit hört da auf, wo ich andere damit einschränke... Ein schweres Thema, dass in Ruhe und Besonnenheit geführt werden müsste und weder von finanziellen noch von populistischen Interessen verzerrt werden sollte.

    5. Momentan gehen sogenannte Impfgegner, die links-spirituelle Szene und Teile der „Gesselschaftsmitte“ mit Anhänger von: AFD, Pegida, Antisemiten, Verschwörungsgegnern und offensichtlich Rechten Vereinigungen „für die gemeinsame Sache“ auf die Straße. Das ist NICHT dasselbe, wie wenn ich auf einer Demo für Klimaschutz das Gerangel einer linken Gruppierung mit der Polizei ablehne, wie manche momentan anführen! In diesem Fall steht man für das gleiche Ziel : Menschenrechte und Klimaschutz und lehnt die Vorgehensweise der anderen Demonstranten ab. Im ersteren Fall geht ihr mit Menschen auf die Straße die Gleichbehandlung und Menschenrechte NUR für sich und das eigene Volk beanspruchen. Ihre Ziele haben einen rassistischen, antisemitischen und patriarchalen Hintergrund. Sie haben nur das nächste einfache Feindbild gefunden und springen auf- und ihr bietet ihnen eine Plattform!

    6. Wenn man als Wissenschaftler in der aktuellen Situation spricht, halte ich es für eine Pflicht als erstes deutlich zu machen, dass man jegliche rechte Gesinnungen strikt ablehnt. Und falls es Stände , Transparente, Sprechchöre oder viele offensichtliche Befürworter für diese Themen gibt, sollte man sich weigern weiterzusprechen. So wie es korrekte Bands machen, wenn sich entsprechendes bei ihren Konzerten ereignet.

    Ich bin darüber erschüttert, was sich hier gerade ereignet!

    Daniela Fraenkel

  • #3

    Christoph Hueck (Sonntag, 10 Mai 2020 17:10)

    Sehr geehrte Frau Fraenkel,
    ich kann Ihren Standpunkt zwar akzeptieren, aber nur zu geringen Teilen nachvollziehen. Ich lasse Ihren Beitrag hier stehen, denn jede Leserin und jeder Leser kann sich selbstverständlich selbst einen Meinung bilden. Inhaltlich habe ich folgendes zu sagen:
    - Es handelte sich nicht um einen wissenschaftlichen Vortrag.
    - Auch wenn Schweden eine andere Bevölkerungsstruktur hat, plädiere ich trotzdem für Freiheit und Selbstverantwortung in Deutschland.
    - Ich arbeite für die Waldorfpädagogik, weil ich für alle Kinder (ich weiß, das ist ein Ideal) durch Erziehung und Bildung nachhaltige Gesundheit fördern möchte.
    - Ich würde nicht sagen, dass ich die Corona-Maßnahmen "blindlings" bekämpfe.
    - Sie würden es sicher nicht gut finden, wenn ein experimenteller Corona-Impfstoff aufgrund verkürzter Zulassungsverfahren an Menschen in Entwicklungsländern ausprobiert würde.
    - Die Leute, mit denen ich in Stuttgart demonstriert habe und weiter demonstrieren werde, erlebe ich in erster Linie als Menschen. Mit den Schubladen einer zumeist völlig unprofessionellen Berichterstattung in der Presse kann ich wenig anfangen.
    - Ihren letzten Punkt verstehe ich nicht. Waren Sie am 2.5., am 6.5. oder am 9.5. auf den Demonstrationen in Stuttgart? Was Sie beschreiben, konnte ich jedenfalls nicht wahrnehmen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Christoph Hueck

  • #4

    Maria Attanasio (Dienstag, 12 Mai 2020 19:03)

    Tolle Rede!
    Ich könnte mir - ganz unwissenschaftlich selbstverständlich - für die 7 Milliarden etwas Anderes vorstellen, als diesen Impfstoff herzustellen, nämlich Menschen in Not, sei es Hunger, seien es Kriegsfolgen, zu helfen. Möglicherweise ist damit das Virus erfolgreicher zu „bekämpfen“.

  • #5

    Mia (Freitag, 15 Mai 2020 14:06)

    Hey Christoph!
    Eine tolle Rede!!!
    Ganz liebe Grüße und weiter so mutig.

  • #6

    Senna (Samstag, 23 Mai 2020 18:22)

    An Trolle wie Frau Fraenkel sollten Sie gar nicht antworten!!

  • #7

    Doreen (Montag, 25 Mai 2020 21:19)

    Doch! Bitte immer wieder auf Kommentare wie die von Frau Fraenkel antworten! Vorallem wenn die Antwort so sachlich und doch menschlich formuliert wird. Denn darauf kommt es für mich an, Mensch sein, allen schrägen Theorien, wissenschaftlichen Diskussionen und "Wer weiß es besser, wer hat Recht", zum Trotz. Mensch sein! Verantwortung übernehmen, hinterfragen und Meinungen auch mal stehen lassen, im Idealfall halten sich nur Fakten.
    Fakten, die für sich selbst stehen und keinen populären Ausführungen brauchen.
    Danke.