Bilder von der Demo am 1.8. in Berlin

[Christoph Hueck:]  Bilder von der Demo in Berlin - diese Aufnahmen sprechen für sich. Sind das nun die "Covidioten", die "Spinner, Aluhutträger und Esoteriker", die "Rechtsradikalen und Antisemiten", die "egoistischen Gefährder der Gesundheit und Demokratie"?!

 

WIR SIND VIELE - UND WIR WERDEN IMMER MEHR!!

EIN NEUER AUFBRUCH FÜR DEMOKRATIE, MENSCHLICHKEIT UND SOLIDARITÄT. 

UND DIE WELT SCHAUT AUF DIESE DEMO, DENN ÜBERALL AUF DER ERDE LEIDEN MILLIONEN MENSCHEN UNTER DEN UNSINNIGEN LOCKDOWN-MASSNAHMEN.

 


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Kommentare: 32
  • #1

    hans wagenmann (Sonntag, 02 August 2020 18:49)

    Sehr geehrter Herr Hueck,

    anders als Sie in ihrer Überschrift vermuten lassen, sind auf diesem Ausschnitt mehrere
    Reichsflaggen zu erkennen, die von rechtsradikalen Gruppierungen als Symbole ihrer
    Ideologie verstanden werden. Ebenso ist ein Lastwagen der "Patriotic Opposition
    Europe" zu erkennen, - eine rechtsradikale Gruppierung. Damit sollte deutlich sein,
    dass sowohl rechtsradikale, wie antisemitische Gruppierungen Teil dieser Demonstration
    waren. Andererseits trug diese Demonstration, neben dem entlarvenden Überschrift "Ende
    der Pandemie", den Titel "Tag der Freiheit". "Tag der Freiheit" ist der Titel eines NS-Propaganda-Films von Leni Riefenstahl zum Reichsparteitag 1935. Ebenso sind auf
    diesem Video Rufe wie "Lügenpresse" zu hören, die mich an Demonstrationen der Pegida
    erinnern lassen. Ich wünsche mir eine breitere, als die bisher schon geschehende Diskussion
    um die Corona-Krise, die ich sehr anders als Sie beurteile. Wie ist diese aber, ohne die
    bisher fehlende Distanzierung, auch von Ihrer Seite, zu den hier beschriebenen Tendenzen
    möglich? Es braucht diese Distanzierung, denn viele rechtsradikale Narrative benützen
    und begründen sich aus Verschwörungstheorien, die in den meisten Fällen einer Untergrabung unserer demokratischen Ordnung zum Ziel haben, neben anderen rassistischen Motiven. Diese Argumentation heißt keineswegs, dass ein großer Teil
    der Demonstranten rechtsradikalen oder antisemitischen Positionen gut heißt, sie fordert aber zur deutlichen, öffentlichen Distanzierung von diesen auf, auch von Seiten der Veranstalter oder auch von Ihnen, die auf anderen dieser Demonstrationen der Veranstalter aufgetreten sind. Denn sonst schein mir ein Dialog, der demokratische Grundrechte akzeptiert kaum möglich, auch wenn Sie gerade diese einfordern. Die beiden Demonstrationsteile in Berlin wurden ja nicht willkürlich abgebrochen, sondern mit fehlendem Abstand und einem Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzes begründet, die aber ausdrücklicher Bestandteil ihrer Genehmigung war. Deutlich ist auch, dass eine Gefährdung anderer, Unbeteiligter besteht durch eine mögliche Weitergabe von Corona-Infektionen, die während dieser Demonstration zugetragen haben könnten. Aber wäre es nicht angebracht diese Gefahr nicht weiterzutragen; einer Gefahr, die sich andere nicht bewusst ausgesetzt haben, um einen Dialog und eine gegenseitige Akzeptanz möglich werden zu lassen? Denn so wird mir dieser Dialog, diese Akzeptanz, auch durch eine Einleitung wie Ihre zu dem Video deutlich erschwert. Ich wünschte es anders.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Wagenmann

  • #2

    Christoph Hueck (Sonntag, 02 August 2020 19:28)

    Sehr geehrter Herr Wagenmann,
    1.) bitte geben Sie die genauen Videominuten an, wo Sie die Flaggen und den LKW gesehen haben. Ich kann das nicht erkennen.
    2.) Den Vorwurf der Verquickung mit dem Nazi Film halte ich - ehrlich gesagt - für nicht weiter diskussionwürdig.
    3.) Selbstverständlich distanziere ich mich von allen rechtsradikalen Tendenzen.
    4.) Ich war inzwischen auf 10 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Immer wurde von den Veranstaltern explizit auf eine Abgrenzung sowohl von radikal-rechts als auch -links hingewiesen.
    5.) Ich halte die "Gefahr", dass man sich auf der Demo mit Corona infiziert, aus verschiedenen Gründen für äußerst unwahrscheinlich.
    Mit freundlichen Grüßen, C. Hueck

    P.S. Sollten tatsächlich ein paar Rechtsradikale auf der Demo mitgelaufen sein, dann stört mich auch das nicht, denn wir sind gegen die vollkommen unverhältnismäßigen Regierungsmaßnahmen auf die Straße gegangen. Schauen Sie sich doch die ganzen Transparente an. Es ist doch - Entschuldigung - lächerlich, den Leuten vorzuhalten, sie würden sich von rechts unterwandern lassen.

  • #3

    Hans Wagenmann (Sonntag, 02 August 2020 19:54)


    Sehr geehrter Herr Hueck,

    Ich glaube nicht, dass so großer Lastwagen, ab Minute 20.06 ohne das Wissen der Veranstalter auf die Demonstration ist. Damit ist die Abgrenzung gegen Links
    oder Rechts nicht glaubwürdig. Mich erschüttert auch ihr "P.S".

    Die Fahnen sind in den Minuten 10.18; 10.53; 13.08, 17.00 und 21.13 zu sehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Wagenmann

  • #4

    Rudolf Gross (Sonntag, 02 August 2020 20:06)

    Herr Wagenmann hat offensichtlich nicht kapiert um was es geht. Seit Monaten schürt Lothar Wieler vom RKI die Angst vor dem Virustod — Beweise für eine überdurchschnittliche Gefahr ist er bis heute schuldig geblieben. Oder: der deutsche Bundespräsident in Südtirol Seite an Seite ohne alle offiziellen Massnahmen usw usw. Es sollte nun klar werden, dass die Politiker nicht mehr aus ihrer Nummer kommen. Der Spuck ist schon lange vorbei.

  • #5

    Marita Bonacic (Sonntag, 02 August 2020 21:03)

    Lieber Herr Hueck,
    lange Zeit war ich verwundert, dass von „übergeordneter“ Stelle keine Stellungnahme zu den Hintergründen von Corona an die Mitglieder kamen. Ich bin sehr glücklich, dass Sie Stellung beziehen. Solche Menschen brauchen wir. Danke, dass Sie das Video geteilt haben. Bitte machen Sie sich nichts aus dem Kommentar von Herrn Wagenmann. Ich kann nur sagen, wer suchet, der findet. Der Beitrag geht am guten und wichtigen Ziel der Demonstration vorbei. Wir sollten uns auf das Positive konzentrieren, dann kommen wir weiter. Im übrigen haben sich meines Wissens die Organisatoren von Rechtsradikalen, etc. distanziert. Das solche Gruppen mitlaufen, lässt sich, wie ich finde, bei so einer Veranstaltung gar nicht vermeiden. Die anthroposophische Gesellschaft kränkelt seit Steinern Tod nicht umsonst. Wünsche Ihnen Standhaftigkeit und das Verwenden Ihrer Energie an würdiger Stelle.
    Liebe Grüße
    Marita Bonacic

  • #6

    Hans Wagenmann (Montag, 03 August 2020 08:03)

    Sehr geehrter Herr Hueck,

    um meinen Eindruck der teilweise fehlenden Distanzierung von rechtsextremen Gruppen
    zu verdeutlichen, möchte ich darauf hinweisen, dass in dem von Ihnen bereitgestellten
    Video auf dem Lastwagen der "Patriotic Opposition Europe" der Anwalt Markus
    Haintz mit einer Rede zu sehen ist. Markus Haintz (Anwälte für Aufklärung) verkündete später, auf Verlangen der Polizei das Ende der Kundgebung auf der Strasse des 17. Juni. Hiermit wird aus meiner Sicht deutlich, dass er sich, als einer der führende Vertreter dieser Demonstration, der Bewegung "Querdenken" nicht offen und klar von rechtsradikalen Bewegungen distanziert, bzw. entsteht damit der Eindruck, dass er diese zur Mobilisierung nutzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Wagenmann

  • #7

    Martin-Ingbert Heigl (Montag, 03 August 2020 09:41)

    Bei einer der ersten Querdenker-Demonstrationen vor dem Ulmer Münster schwenkte ein Teilnehmer seine große Deutschlandfahne. Eine Woche darauf sorgten die Organisatoren um Markus Haintz dafür, dass Flaggen aus aller Welt ein buntes Bild abgaben.
    Ich denke, das sagt mehr als viele Worte darüber aus, wie man mit Problemen kreativ umgehen kann, ohne sich andauernd politisch korrekt abgrenzen zu müssen...

  • #8

    Hanns (Montag, 03 August 2020 10:31)

    Ich kenne einen anderen Freiheitsbegriff aus der Waldorfbewegung. Ich Halte von diesen Blogmitgliredern, die ich zum Teil persönlich kenne Zukünftig geistige Distanz.

  • #9

    Gabriele (Montag, 03 August 2020 10:53)

    Dass das Freiheitsrecht zu demonstrieren in Zeiten der Pademie so missbraucht wird (keine Abstand und keine Masken ).Das sich hier Blogmitglieder mit Rechten einreihen, ist für mich als langjähriges Mitglied der Waldorfbewegung unfassbar. Das Verhalten deckt sich nicht mit dem Freiheitsbegriff den ich aus der Anthroposophie habe.

  • #10

    Frans Veenstra (Montag, 03 August 2020 12:06)

    Als Niederländer könnte ich wahrnehmen was in Berlin los war am 1.August.
    Unglaublich was da stattgefunden hat. Wir als Familie waren völlig überrascht über die Vielfalt an Menschen die da friedlich demonstriert haben für die Grundrechte und gegen die Corona Maßnahmen. Bäcker, Landwirte, Künstler, Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer, Juristen usw. Und wir dachten vorab das sind Covidioten.Wie würden wir durch die Mainstream Medien getauscht!!
    Auch nachher hört man bei der Tagesschau 20.000 Teilnehmer. Da kann ich mich sehr gut vorstellen das das Wort Lügenpresse fällt!! Ich war als 25 jährige bei dem Atomwaffenprotest in Den Haag(NL) in 1983. Teilnehmerzahl 550.000. Ich bin mir sicher das es mindestens das Doppelte hier in Berlin war. Es waren auch Rechte dabei aber wer sucht der findet. Bei ein Länder Spiel sind ja auch Rechte dabei. Dann wirft man Frau Merkel auch nicht vor das sie dabei ist.
    Frans Veenstra

  • #11

    Eine besorgte Antroposophin (Montag, 03 August 2020 13:32)

    Guten Tag Herr Hueck,

    Ich sehe es wie Herr Wagenmann.

    Ausserdem würde mich wirklich interessieren, wieviele Anthroposophen es wie sie sehen?

    Und man hat doch die FREIHEIT, so zu demonstrieren, dass man sich nicht von bestimmten Kräften vor den Karren spannen lässt.

    In der Gesellschaft war die Wahrnehmung der Demos, so:
    Verschwörungstheoretiker.
    Dann :
    Verschwörungstheoretikern und Esoteriker.
    Es ging weiter mit:
    Verschwörungstheoretiker, Esoteriker, Rechte, Reichsbürger.
    Und nun von:
    Verschwörungstheoretikern, Esoterikern, Rechten, Reichsbürgern, Anthroposophen.


    P.S. Mich stört es, mit diesen Kräften in einen Topf geworfen zu werden.

  • #12

    Christoph Hueck (Montag, 03 August 2020 13:58)

    Sehr verehrte, liebe besorgte Anthroposophin: Dann lassen Sie sich doch einfach nicht "mit diesen Kräften" in einen Topf werfen! Ganz einfach. Das ist sowieso das, was Corona von uns fordert: Bestimme dich selbst.
    "Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis eines fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen." (Rudolf Steiner)

  • #13

    Gabriele (Montag, 03 August 2020 15:14)


    Es macht mich fassungslos, dass hier ein Zitat von Steiner missbraucht wird.

  • #14

    Freidenkender Mensch (Montag, 03 August 2020 16:18)

    Christoph Hueck:] Bilder von der Demo in Berlin - diese Aufnahmen sprechen für sich. Sind das nun die "Covidioten", die "Spinner, Aluhutträger und Esoteriker", die "Rechtsradikalen und Antisemiten", die "egoistischen Gefährder der Gesundheit und Demokratie"?!

    Antwort: Leider ja, zumindest erwecken diese Bilder den Eindruck.

    WIR SIND VIELE - Antwort: Naja, sind sie von Anfang bis zum Ende die Demo abgelaufen?
    UND WIR WERDEN IMMER MEHR!!
    Antwort: Hoffentlich nicht
    EIN NEUER AUFBRUCH FÜR DEMOKRATIE, MENSCHLICHKEIT UND SOLIDARITÄT.
    Antwort: Eher ein Rückschritt.
    UND DIE WELT SCHAUT AUF DIESE DEMO,
    Antwort: Und die Welt wundert sich über so viel Freiheit.
    DENN ÜBERALL AUF DER ERDE LEIDEN MILLIONEN MENSCHEN UNTER DEN UNSINNIGEN LOCKDOWN-MASSNAHMEN.
    Antwort: Diese Menschen leiden unter schlechten Lebensbedingungen. Mit dieser Demo werden die verhöhnt, die echt leiden.

  • #15

    Daniela Castelmonte (Montag, 03 August 2020 16:23)

    Vielen Dank für diese Dokumentation. Es ist sehr schön, dass sich zumindest in Europa, in Deutschland, jemand Gehör verschafft, während in Italien alles und jeder (oder fast) schweigt.

  • #16

    Susanne (Montag, 03 August 2020 19:25)

    - ja , ich sehe auch Rechtsextreme ,incl . Propagandawagen der AFD ...
    , deren ausnutzende Teilnahme ist schwerlich zu verhindern.- Dazu s. Beitrag Frans
    Veenstra)
    - im Wesentlichen zeigt das 1. Video, dass es sehr unterschiedliche Menschen waren, die
    entsprechend unterschiedliche Gründe hatten, ihre Unzufriedenheit mit den
    Coronamaßnahmen zu demonstrieren.
    - das Video zeigt, dass fast alle TEilnehmer sich weigern, der Maskenverordnung bei
    Demos Folge zu leisten .(Damit bringt man leider all die vielen Menschen gegen sich, die
    -wie un/begründet auch immer - Angst haben. ich erfahre immer wieder, dass der
    Respekt vor deren Angst Gesprächsbrücken baut. Ich würde bei der "Maskenpflicht"
    noch nicht den Thoreau-schen oder Gandhis Aufruf zum Ungehorsam beanspruchen
    wollen . )
    - die Medien Berichterstattung heute gibt zu bedenken, ob bei diesem aufgeheizten Thema
    eine Demo der eigenen Sache mehr schadet, weil sie immer das Plakative hat ; in der
    Berichterstattung werden die Menschen dann schnell in Gruppen/Parteien aufgeteilt,
    ohne zu differenzieren (z.B. wird der Gegner eines Impfzwanges als Impfgegner
    diffamiert) .

    - Die Diskussion hier zeigt, dass "Anthroposophen" - zum Glück - nicht eine Partei sind und keine einheitliche Meinung haben. Anthroposophie kann uns ergänzende Aspekte bieten, kann uns Toleranz im Gespräch lehren, fordert uns zu reflektiertem - selbstbeobachtenden - Denken auf.... , und zu Beweglichkeit. Welche konkreten Schlüsse Jeder für sein Handeln zu einem konkreten Zeitpunkt, an einem konkreten Ort zieht, darf sehr verschieden sein.
    Schön, wenn man im Gespräch bleibt!

  • #17

    Rudolf Gross (Dienstag, 04 August 2020 09:42)

    Wenn ich diesen Blog lese, so sieht man gut wo bremsendes Denken einer nicht aufzuhaltenden Entwicklung im Wege stehen: wer sich selbst Anthroposoph nennt sollte daran denken, dass viele andere Menschen die sich nicht so nennen aber instinktiv so handeln in ihrer Tat, statt nur zu zitieren. Wir sind nicht Anthroposophen sondern der Anthroposophie verbundene Individualitäten, gesegnet mit einem geistige Erbe das auch gerade in der jetzigen Zeit wach werden muss um zu verstehen was Corona uns zu sagen hat und welcher Missbrauch der Mächte jetzt gerade stattfindet. Dann interessieren solche Details vom 1.8. nicht mehr. Nicht analoges Denken steht an sondern Erkenntnis der Machtmanipulation der Protagonisten! In diesem Sinne - nebst nicht zu vermeidenden Störfelder - ist der 1.8. doch auch ein michaelischer Impuls die „Pharisäer aus dem Tempel zu werfen“

  • #18

    Hans Wagenmann (Dienstag, 04 August 2020 12:55)


    Der letzte Beitrag von Rudolf Grosse, aber auch die Beiträge von Herrn Hueck und Herrn
    Heigl, lassen mir trotz ermutigender Kommentare, nur die Möglichkeit an dieser Stelle
    aus der Diskussion auszusteigen. Warum? Sie zeigen aus meiner Sicht eine fehlende Distanzierung von rechtsextremen Gruppen, die Teil dieser Demonstration
    und der Kundgebung in Berlin waren; sie nehmen die Anwesenheit dieser Gruppen
    in Kauf, verharmlosen die Verweise darauf als "lächerliche", "politisch korrekt" oder "Störfelder", anstatt zu sehen mit welches "Geistes Kind" sie sich damit auf einem Boot befinden, um ihre Ziele und Anliegen zu vertreten. Für mich ist diese Haltung erschreckend. Denn, ebenso wie das Virus uns als Wirt braucht, werden sie hier aus meiner Sicht in Teilen auch Wirt rechtsextremer Gruppierungen, deren Anwesenheit sie und andere in Kauf nehmen. Welches Menschenbild wird hier sichtbar, welche Fähigkeit zu einem demokratischen Diskurs, der gerade auch mit diesen Gruppen, durch die schonungslose Benennen ihrer Ziele notwendig ist und notwendig bleibt. Eine Abgrenzung, in der Art wie sie Michael Ballweg in seiner Eröffnungsrede der Kundgebung versuchte kann nur scheitern und schafft weder Vertrauen noch dialogischen Raum. Denn was könnte diese Corona-Krise sein, - ein Frage danach, wie wir uns begegnen, wem wir und wie wir anderen Raum geben. Dieser Frage, so dringlich sie scheint, wird aber in vielen Kommentaren, so mein Eindruck, aus dem Weg gegangen, um ein vermeintliches Ziel schneller zu erreichen. Damit wird aber der demokratischen und kulturellen Kultur geschadet, auch wenn es gerade das ist, was sie fordern und es aus meiner Sicht dabei immer mehr zu einer Fratze anderer Anliegen wird, die nicht offen benannt werden. Dies zeigt sich aus meiner Sicht auch durch die Manipulation der Teilnehmerzahl der Demonstration durch die Veranstalter und ihre Protagonisten. Sie sind viele, 20.ooo Menschen sind viele. Vor Monaten gab es eine Erklärung vieler Kultureinrichtungen mit dem Titel: "Wir sind Viele. Jede*r Einzelne von uns". Diese richtete sich gegen Rechts gerichtete Kräfte, die eine Vielfalt der Kunst in Frage stellen. Eine Vielfalt, die in einer Diskussion, wie ich sich zu eröffnen versuchte hier nicht gelingt. Dafür gibt es, so mein Sinnen, die erläuterten und diskussionswürdigen Gründe, die sicher einer Hinterfragung durch andere Sichtweisen bedürfen. Meine Kräfte gehen aber nun in andere Richtungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Wagenmann

  • #19

    Sabine (Dienstag, 04 August 2020 13:00)

    Ich kann den Eindruck eines „michaelischen Impulses“ nur bestätigen, denn ich war dabei, als die Polizei die Veranstaltung auflösen „ musste“:
    Die Beamten haben lange gezögert und hatten Tränen in den Augen, denn die Hunderttausende Menschen waren friedlich und gingen liebevoll mit den „ Vollstreckern“ um, obwohl ganze Familien aus allen Teilen Deutschlands extra für diesen Tag angereist waren und erleben mussten, dass die Grundrechte außer Kraft gesetzt werden.

  • #20

    Dirk Eccard (Dienstag, 04 August 2020 18:45)

    Sehr geehrter HerrWangenmann,
    waren Sie auf dieser Demonstration ? Eine friedlichere Demonstration kann es nicht geben! Die Menschen, welche demonstriert haben wollen ihre Grundrechte, Freiheit und Selbstbestimmung zurück- egal von welcher Gesinnung sie sind.
    Ein demokratischer Dialog, wie Sie ihn wünschen wäre sicher sinnvoll, ist aber von der Bundesregierung nicht erwünscht. Im Übrigen gehören aktuell alle Parteien, welche im Bundestag sitzen der Bundesregierung an. Und die Presse macht Hofberichterstattung und schüchtert die Bevölkerung mit Panikberichten ein. Wo sind die Verhältnismäßigkeiten zu den Grundrechtsbrüchen erklärt? Warum wird die Presse zensiert? Warum nimmt die Politik in Kauf, dass die Kollateralschäden jetzt bereits um ein unbeschreiblich vielfacheres höher sind? Hat diese Regierung ein einziges Mal etwas zur Verhältnismäßigkeit der Grundgesetzbrüche kundgetan ? Warum gibt es in den meisten Krankenhäusern Kurzarbeit ? Warum wurden viele der Covid-Patienten mit falschen Maßnahmen zu Tode gepflegt ? Warum wird es nie einen Impfstoff geben ? Wieviele Panikwellen sollen noch über uns rollen ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Dirk Eccard

  • #21

    Beobachterin mit dem Herzen, Tübingen (Dienstag, 04 August 2020 21:25)

    Ich kann den Beitrag von Sabine bestätigen. Ich habe mir den gesamten von den Veranstaltern ins Netz gestellte Livestream des Aufzuges und der Kundgebung der Demo angesehen (leider ohne Ton, da mein Lautsprecher am PC versagte, was vielleicht auch Vorteile hatte, dass ich dadurch das Geschehen intensiver wahrnehmen und beobachten konnte? Der friedliche, mutige und michaelische Impuls des Großteils der Menschen ging sogar auf die Polizisten über. Mit einer schon fast liebevollen Geste berürte ein Polizist Markus Haintz auf der Bühne. Die Polizei wartete lange. Sie "stürmte" auch nicht die Bühne, wie es in einigen Medien geschrieben wurde. Sie wartete lange, um dann zu tun, was sie tun "musste". Mit einer ebenso fast liebevollen und sanften Geste nahm dann etwas später ein Polizist Markus Haintz das Megaphon ab. Da war Liebe . Äußerlich war ein "Polizeiaufgebot"zu sehen, das war da, Uniformen und "Ausrüstung"usw. Aber zwischen dem äußeren Geschehen war eben auch, für das äußere Auge unsichtbar, ein Sieg des Guten zu sehen. Es war keine Niederlage. Beeindruckend fand ich auch, dass die Polizisten, aufgrung ihrer Positionierung gar nicht anders konnten als über doch eine lange Zeit, "immerwieder und immernoch" vor dem großen Bild von Mahatma Ghandi stehen zu müssen" oder zu dürfen. Unsäglich vieler solcher und ähnlichen historischer Momente wären noch zu berichten...Ich danke Ihnen, Sabine, dass wir von Ihnen erfahren konnten, dass die Polizisten Tränen in den Augen hatten. Die Tränen habe ich nicht gesehen, aber die Gesichter der Polizisten wahrgenommen, als auch: berüht, betroffen, traurig und besonnen. Und ihre Handlungsgesten waren, was ich sehen konnte, auch in diesem Sinne gestaltet. Es lohnt sich seinen eigenen Wahrnehmungen im Denken, Fühlen und Wollen zu vertrauen.

  • #22

    Gabriele (Mittwoch, 05 August 2020 01:23)

    Vorsicht vor der Banalität der Dummheit!

    Grundrechte, Freiheit und Selbstbestimmung sind bisher nicht eingeschränkt gewesen!!!

    Der friedliche, mutige Impuls war Ausdruck im Handeln der Berliner Polizei aber nicht bei den Demonstranten. Dies zeigte die Respektlosigkeit, ohne Abstand durch Berlin zu ziehen.

  • #23

    Sabine (Mittwoch, 05 August 2020 09:36)

    Einen Gruß an die Beobachterin mit dem Herzen aus Tübingen: obwohl Sie nur die Bilder ohne Ton ! Sahen, haben Sie gespürt, worum es in der Veranstaltung ging. Liebe.
    Der friedliche, mutige Impuls geht von den Veranstaltern aus - und nicht ursprünglich von der Polizei, wie jemand hier vermutet.
    Die wenigen Worte, die gesprochen werden durften, bevor sie den Strom abgestellt haben - ja, mitten auf einer genehmigten Versammlung wird von den Behörden die Technik sabotiert - dieses und Ähnliches konnte man in den letzte Monaten in vielen Varianten erleben ( das zum Thema freie Meinungsäußerung,Freiheit, Grundrechte s.o.) die wenigen Worte der Redner hatten die Inhalte „ Wahrhaftigkeit, Versöhnung, Liebe“, man sprach von der „Menschheitsfamilie“, vom Herzdenken und zu Beginn gab es mit dem Organisator Michael Ballweg eine Schweigeminute - und alle Versammelten standen da mit der Hand auf dem Herz und meditierten eine Minute...Hunderttausende.
    Diese Bewegung ist eine spirituelle Bewegung und deshalb erreicht sie soviele Menschen, es geht um ein Aufwachen für die Menschlichkeit, für unsere ursprüngliche Würde - und nicht um politische Parolen. Deshalb sind auch alle Rechts/Links Vorwürfe und Etiketten lächerlich, vor allem weil sich das herkömmliche politische Spektrum gar nicht mehr als Solches abbildet, was links war ist jetzt rechts und umgekehrt..Immer mehr Menschen realisieren auch, dass diese Kategorien nicht mehr zählen, im Gegenteil, dass sie mit diesen Kategorien instrumentalisiert werden.
    Wie Christoph Hueck es beschrieben hat, es geht jetzt um selbstbestimmtes Denken, jede/r muss seinen/ ihren eigenen Umgang mit der Irritierenden Wirklichkeit finden.
    Und wir sollten uns dabei nicht spalten lassen. Einem eiskalten Menschenbild, was sich durchsetzen will, steht ein Aufwachen für die Liebe und Menschlichkeit gegenüber, dafür braucht es michaelischen Mut und Klarheit für die Umsetzung.
    Das Großartige an der Demo in Berlin war, dass die Botschaft der Liebe und Menschlichkeit ankam, ohne dass die eigentliche Kundgebung stattfand - das ist ein Beweis für die starke spirituelle Kraft - und ein mittlerweile in Bildern um die Welt gehendes Zeichen, was für die Politik unübersehbar wird.

  • #24

    Rudolf Gross (Mittwoch, 05 August 2020 20:27)

    Es scheint, dass die Polarität in den Texten durchzuschlagen droht. Streitsucht der Glaubenssätze ohne einen gedanklichen Beitrag zu leisten. Eine alte unfähige Geschichte von Geistesschülern? Nährboden für schlechte Elementarwesen (Viren). Liebe Leute akzeptiert doch einmal diesen so wichtigen Impuls/Tat statt schöngeistig einzufrieren. Geht doch der Frage nach der spirituellen Ursache lang und erkennt das Suchende dieser Menschen und durchschaut die Missbräuche der Mächtigen und welche Kräfte durch sie wirken. Diskutiert lieber die sozialen Konsequenzen! Ein Beispiel: in meiner Praxis habe ich immer mehr Kinder mit Soor und Mundekzemen etc. durch die Masken. (eine Art Kindsmisshandlung) Reden wir über diese Konsequenzen und verstehen wir warum solche friedlichen Demos für die weitere Entwicklung von Bedeutung sind.

  • #25

    Jana (Donnerstag, 06 August 2020 07:57)

    Ich bin in diesem Sommer auf zwei sehr interessante Bücher gestossen. "Corpus delicti" von Juli Zeh (ein Buch, das vor 10 ! Jahren erschienen ist, und sich liest, als wäre es in diesem Frühjahr entstanden... Schon das sagt meiner Meinung nach viel darüber, in was für einer Entwicklung wir uns gerade befinden.) und begleitend dazu "Fragen zu Corpus delicti" von der gleichen Autorin. In beiden finden sich ausserordentlich interessante Denkanstösse, u.a. zu der Frage, ob "Grundrechte, Freiheit und Selbstbestimmung bis jetzt nicht eingeschränkt gewesen sind", wie es jemand weiter oben schrieb.

  • #26

    Jaschar (Donnerstag, 06 August 2020 17:24)

    Sehr geehrter Herr Hueck,

    Kritik an den Maßnahmen finde ich berechtigt und ein Blick auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist meiner Meinung nach Bürgerpflicht.
    Aber was sich da am 01.08 bei Tageslicht auf der Straße des 17. Juni offenbart hat, lässt mich schaudern.
    Sowohl die eigenmächtige Erklärung des Endes einer Pandemie, als auch die Tolerierung und aktive Zusammenarbeit der Veranstalter mit Menschen, die offenkundig nationalistische, antisemitische und faschistoide Haltungen vertreten, halte ich nicht nur für Verantwortungslos sondern für Gefährlich. Wozu das führen kann, lehrt uns die Geschichte.

    Ich bin mir nicht sicher Herr Hueck, ob ich Ihnen Fahrlässigkeit oder Mutwillen unterstellen will. Denn Sie scheinen mit Ihrer Verharmlosung nicht nur auf dem rechten Auge blind zu sein, sondern blasen auch noch in ein Horn, dessen Ton Musik in den Ohren totalitärer Geister ist.

    Was ich bei Ihnen raushöre ist: Wir sind die Guten und wir wollen doch nur Frieden und es gibt da irgendwo ein paar Menschen und die wollen Böses und wenn die erstmal weg sind, und wir übernehmen, dann wird alles gut.
    Dasselbe Narrativ finden Sie auch u. A. bei Ken Jebsen, dessen simple Lösungen für komplexe Sachverhalte teilweise auch in Waldorfkreisen fröhlich rumgereicht werden.

    Faschismus bleibt Faschismus, egal ob man Reichskriegsflaggen schwenkt, Mahatma Gandhi vor sich herträgt oder sich mit Edelsteinen behängt.

    Ich glaube Ihnen wenn Sie sich von rechtsradikalen Tendenzen distanzieren und gleichzeitig habe ich den Eindruck, Sie nähren ein Feuer, über dem ein Gebräu köchelt, welches weder Sie noch ich am Ende trinken wollen.

    Gruß aus Berlin

  • #27

    Testung (Donnerstag, 06 August 2020 22:11)

    Liebe Filosemiten und Antropoidioten,
    FAZ von Julia Anton am 06.08.2020-11:18 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin:
    "Die Mehrheit der Infizierten habe sich zuletzt zwar in Deutschland angesteckt, aber die Relation der positiven Tests falle bei Reiserückkehrern höher aus als bei Testungen im Inland".
    www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/spahn-corona-testpflicht-fuer-rueckkehrer-aus-risikogebieten-von-samstag-an-16892591.html
    https://yandex.ru/collections/card/5f2c35e07a7e7bc4180f5f3f/
    Sollte ich Angst von Euch haben?
    https://yandex.ru/collections/card/5f2c35e07a7e7bc4180f5f3e/

  • #28

    Die Eurythmistin (Freitag, 07 August 2020 11:29)

    Wer es verharmlost mit Rechten gemeinsam zu demonstrieren, dem kann ich nur mit Thomas Mann antworten: „Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“

  • #29

    Sabine (Freitag, 07 August 2020 15:03)

    An Herrn Gross: Im Corona Untersuchungsausschuss (https://corona-ausschuss.de) wurde aktuell das Thema Masken behandelt, durch die Maskenpflicht in Schulen wird das jetzt immer dringender. Sie können sich dort beteiligen, Juristen und Ärzte arbeiten an der Aufklärung.

  • #30

    Ökologe (Samstag, 08 August 2020 10:47)

    Liebe besorgte Mitbürger*innen,
    natürlich mischen sich unter eine Riesendemo immer einige wenige Rechte, Nerver und Störer. Ich war bei den Demos gegen die WAA in Wackersdorft und bei den Abrüstungsdemos/Friedensdemos dabei. Das Dauerproblem: einige gewalttätige Störer (schwarzer Block), einige DKP'ler (die AKWs in der Sowjetunion super fanden, nur nicht im Kapitalismus etc.). Wenn man sich da ABSOLUT distanziert hätte (wie soll das gehen - ausser zuhause bleiben?), HÄTTE ES KEINE DEMOS UND KEINEN WIDERSTAND GEGEBEN.
    Mein Fazit: Deutschlandfahnen etc. nerven, aber sie dominieren nicht das Gesamtbild. Die Presse und die politischen Gegner stürzen sich darauf, berichten nur noch darüber. Warum? Um den Widerstand zu spalten und klein zu kriegen.

    A propos aktuelles Thema (es wird Zeit, dass andere Professionen als Virologen mal die Stimme für ihre Mitmenscher erheben):
    https://corona-transition.org/der-maskenzwang-ist-verantwortlich-fur-schwere-psychische-schaden-und-die

  • #31

    Ökologe (Samstag, 08 August 2020 10:52)

    PS:
    A propos TESTUNG, das Schaubild zeigt das Wesentliche (ganz ohne die üblichen Beleidigungen und Abwertungen des Diskussionspartners):

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10219544600060304&set=a.2192929977469&type=3&theater

  • #32

    Gärtnerin (Samstag, 08 August 2020 16:01)

    @ Ökologe - ich war schon auf vielen Demos und weder auf den linken Demos der 80er noch auf den Klimademos, die weiterhin stattfinden, möglicherweise waren diese Demos nicht riesig genug - mir sind dort jedenfalls keine Rechten, Nerver und Störer begegnet. Fridays for Future hat kein Problem, sich nach rechts zu distanzieren. Glaubwürdige Zweifler an den Corona-Einschränkungen sollten das auch hinkriegen. Die Thematik dieser "Freidenker"-Demos ist so verschwommen, damit möglichst viele mitlaufen. Ein bisschen was für jede/n.
    @ Herrn Hueck - was Die Eurythmistin gesagt hat!