Neue Internetseite für Ideen zur sozialen Dreigliederung

Auf der Grundlage der Vision der Dreigliederung des sozialen Organismus sammelt diese Internet-Plattform innovative politische Ideen für eine menschen- und naturgemäße Gesellschaftsordnung. Als Leserin und Leser haben Sie die Möglichkeit, einzelne Vorschläge zu kommentieren oder auch neue Vorschläge einzubringen. 

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Kommentare: 6
  • #1

    Godfried van Ommering (Donnerstag, 25 März 2021 12:51)

    Der Beitrag zeugt vom Willen die zerrüttete Gesellschaft, und die unter Corona-Maßnahmen zerstrittenen politischen, kulturellen und spirituellen Gemeinschaften einer Heilung zu zuführen, - wer spürt nicht das Bedürfnis nach aufbauenden, verbindenden Konzepten? Aber können wir um die unschöne Aufgabe herum, vorerst das scharfe Messer der kritischen Auseinandersetzung mit dem aus dem Gleis geratenen Staatsapparat hantieren zu müssen? Und zwar angriffsbereit, wo es um die Rettung und Bewahrung der Bürgerrechte geht, um die Verteidigung der Freiheit und der Menschenwürde? Und dies inmitten einer tollgewordenen Politik der Virusbekämpfung, Impfkampagnen, Testwut. Also, ich meine, es handelt sich jetzt darum, sich ein gesellschaftzerstörendes Vorgehen konsequent und mit Ausdauer zu widersetzen. Dazu brauchen wir Aufklärung und Argumenten. Und rücksichtsloser Aufhellung! Nämlich jeder falschen, irreführenden, angeblich der sog. Virusbekämpfung dienenden, in Wahrheit aber einer politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umbildung anstrebenden Politik. Ein harter Kampf, leider! Es ist zu früh für den Rückzug, und jedes Model für die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens bedarf der Feuerprobe des Widerstands gegen staatlichen Bevormundung und Zwang, in diesem Jahr unseres Herrn, 2021. Ja, wir stehen vor der Wahl, nicht der eines Parlaments, sondern der Richtung in die wir blicken, wenn wir Zukunft meinen...

  • #2

    Thea van Veen (Freitag, 26 März 2021 16:15)

    So ist es leider ...Wir konnen den Kampf nicht vermeiden.

  • #3

    Hruska Regina (Freitag, 26 März 2021 17:09)

    Ein sehr guter Blog, deren Inhalt wir gerne unterstützen

  • #4

    Cornelis Bockemühl (Freitag, 26 März 2021 18:27)

    Ich bin mit der Darstellung von Godfried van Ommering vollständig einverstanden: Wir brauchen keine Diskussion über Gesellschaftsmodelle! Allerdings möchte ich einmal zu bedenken geben, dass "Soziale Dreigliederung", anders als oft vorgestellt, vielleicht gar nicht ein "System" oder "Konzept" ist, das man sich zuerst ausdenkt (oder von Rudolf Steiner erläutern lässt und dann interpretiert) und danach dann "realisiert"? So wie der Ingenieur eine Brücke oder Maschine zuerst konstruiert und dann baut. Oder wie der Sozialismus "eingeführt" wurde. Oder wie sich gewisse Leute das auch jetzt wieder denken: Zuerst alles kaputt machen, dann "Great Reset" und danach "build back better" - nach den Plänen von mächtigen Menschen, die ja für uns alle nur das Beste wollen.

    Im Grunde ist immer gedacht wie bei einer Maschine: Man konstruiert die Sache zuerst, dann baut man sie, und zuletzt drückt man auf den Einschaltknopf und hofft, dass sie funktioniert!

    Ein Problem, was dann im Sozialen immer auftritt: Menschen neigen dazu, nicht ganz so zu denken wie der wohlmeinende Konstrukteur der "Gesellschaftsmaschine". Wenn sie dennoch funktionieren soll ist die zwingende Folge: Man muss abweichende Meinungen unterdrücken, damit sie die schöne neue Ordnung nicht kaputt machen. Und damit ist diese Ordnung dann auch schon lange nicht mehr so schön wie sie vielleicht ursprünglich sogar gedacht war!?

    Kann es sein, dass Steiner genau das meint wenn er sagt (GA 199): Wir können überhaupt in Zukunft nur zwei Gesellschaftsformen haben: Bolschewismus oder Dreigliederung!? Wie bitte? Den B. gab's doch nur in Russland, und jetzt ist es auch dort vorbei - und bei uns war doch immer Demokratie! (Hier in der Schweiz jedenfalls - in D gab es zwischendurch natürlich noch anderes...).

    "Bolsche" heisst "mehr", ist also die "Mehrheit". Anfangs kämpften gegen die Bolschewiken noch die Menschewiken - von "mensche" - weniger. Also die "Minderheit". Die Mehrheit hat die Minderheit dann besiegt und ausgemerzt - perfekte "Demokratie" also? Und wer regiert denn bei uns - nicht erst jetzt, sondern schon lange? Vielleicht ist die Aussage von Steiner doch nicht ganz so falsch wie sie auf den ersten Blick scheint?

    Jetzt mal ein anderer Ansatz: Wenn Gesellschaft nicht wie eine Maschine konstruiert, gebaut und eingeschalten werden soll (vielleicht nachdem man eine alte Gesellschaft erst mal abgerissen hat), dann muss sie wachsen wie ein Organismus. Der wird nie eingeschalten - der muss von Anfang an funktionieren, auch schon die allererste Zelle! Und das Wachstum geschieht am Vegetationspunkt (falls es sich um eine Pflanze handelt). Und wo ist der in der menschlichen Gemeinschaft?

    Das kann meines Erachtens doch nur das GEISTESLEBEN sein! Womit wir für mein Verständnis genau am Punkt sind, den Godfried van Ommering anspricht: Es geht im Augenblick nur um eins: den Kampf um die Wahrheit, um die Freiheit, und damit um das Geistesleben! Auch dann brauchen wir vielleicht nicht wieder ein neues "Modell", sondern sollten vielleicht eher darauf vertrauen, dass ein freies Geistesleben aus sich heraus auch die Impulse generieren wird, das Rechtsleben "möglichst gerecht" und das Wirtschaftsleben "den Bedürfnissen entsprechend" zu gestalten.

    Dann ist die Welt zwar noch lange kein Paradies, aber man hat zumindest auf die richtigen sozialen Heilungskräfte gesetzt, die wir nicht nur wieder in Kraft setzen müssen, sondern wesentlich verstärken!

    Denn wo ein kräftiges, freies Geistesleben herrscht, da wird zwar sicherlich auch hart um gewisse Standpunkte und verschiedene Lösungen gekämpft. Aber so etwas wie der aktuelle Corona-Wahn oder die "Great Reset"-Phantasien können nur in einer Gesellschaft wachsen, wo das soziale Immunsystem - in diesem Sinne! - zu schwach ist. Und aus genau diesem Grund bekämpfen die Akteure der gegenwärtigen Entwicklung ja auch nichts so verbittert wie dieses Immunsystem: die Wahrheit, den freien Diskurs und das gesamte Geistesleben, die sie durch Lügen, gleichgeschaltete Medien und eine totale Kontrolle aller Menschen ersetzen wollen.

  • #5

    Christoph Hueck (Freitag, 26 März 2021 20:30)

    Niemand sagt, dass es keinen Kampf gegen die unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen geben sollte. Und die soziale Dreigliederung ist kein ausgedachtes Gesellschaftsmodell, sondern ein am dreigliedrigen Menschen orientierter ideeller Rahmen, innerhalb dessen viele konkrete Vorschläge für gesellschaftliche Reformen gesammelt und als ein organisches Ganzes verstanden werden können. Wenn Cornelis Bockemühl oben schreibt, dass wir nur für ein ein freies Geistesleben kämpfen sollten, dann ist das eine willkürliche und unnötige Beschränkung. Warum nicht auch für mehr direkte Demokratie, ein gerechteres Steuersystem, Gemeinwohlökonomie, ökologische Landwirtschaft und für das Tierwohl kämpfen?
    Ich finde es immer so merkwürdig, wenn vorgeschrieben wird, wie man mit dem Gedanken der sozialen Dreigliederung umzugehen habe, was alles zuerst realisiert sein müsse, bevor man überhaupt an Dreigliederung denken dürfe, und was man alles nicht machen darf - und dann aber doch ein freies Geistesleben fordert.

  • #6

    Cornelis Bockemühl (Freitag, 26 März 2021 21:15)

    Hier hat mich aber jemand offenbar KOMPLETT falsch verstanden! Denn was IST denn ein freies Geistesleben, seinem Inhalt nach? Unter anderem doch gerade das Nachdenken über Fragen von Demokratie, gerechterem Steuersystem, Gemeinwohlökonomie, ökologischer Landwirtschaft, Tierwohl und was weiss ich? Und freies Geistesleben heisst doch gerade, dass NICHT vorgeschrieben wird, wie man mit Gedanken wie z.B. der sozialen Dreigliederung umzugehen hat!

    Und dafür zu kämpfen, dass man all dies und noch viel mehr eben tun DARF: Das ist logischerweise die Voraussetzung dafür, dass man es dann eben tun KANN. Das Missverständnis ist aber vielleicht auch erwartbar, gerade weil ich anregen wollte, Dreigliederung nicht (nur) als Konzept zu verstehen (im Sinne von "über Gesellschaft nachdenken"), sondern "aus dem Gesellschaftsleben heraus" zu denken.

    Aber klar: meine Darstellung war eine Anregung! Da soll gerne jeder damit anfangen was er will und kann.