AKANTHOS Akademie

Tagungen


Freitag, 28. bis Sonntag, 30. September 2018

 

TIERE - unsere Schwestern und Brüder 

Anthroposophische Gesichtspunkte zum Verhältnis von Mensch und Tier 

Mit Dankmar Bosse (Berlin), Prof. Dr. Christoph Hueck (Tübingen), Andreas Neider (Stuttgart) und Hans-Christian Zehnter (Dornach/CH)

Anmeldung und nähere Informationen: Akanthos-Akademie e.V., Andreas Neider und Laurence Godard, Zur Uhlandshöhe 10, D-70188 Stuttgart. Tel. 07157 523 577, E-Mail: aneider@gmx.de , Website: www.menschtiertagung.de

Freitag, 28. September 2018

 

19.30-21.00 | Vortrag Dankmar Bosse

Die Entwicklung von Mensch und Tier während der Erdgeschichte

 

Samstag, 29. September 2018

 

9.30-11.00 | Vortrag Christoph Hueck

»Alles Niedere hat sich aus Höherem herausentwickelt« – die Evolution von Mensch und Tier aus anthroposophischer Sicht

 

Kaffeepause

 

11:30-13:00 | Ausstellungseröffnung mit Führung und Gespräch

»Metamorphose Mensch & Tier«

 

Mittagspause

 

14:30-16:00 | Arbeitsgruppen (Teil I)

 

Kaffeepause

 

16:30-18:00 | Arbeitsgruppen (Teil II)

 

Abendpause

 

19:30-21:00 | Vortrag Hans-Christian Zehnter Das »biogenetische Grundgesetz« und die anthroposophische Evolutionsauffassung

 

Sonntag, 30. September 2018

 

9.30-11.00 | Vortrag Andreas Neider

Das Verhältnis von Mensch und Tier in kosmologischer und mythologischer Sicht

 

Kaffeepause

  

11:30-13:00 | Podium und Gespräch
Die Zukunft von Mensch und Tier

Arbeitsgruppen

 

Christoph Hueck

Anthroposophische Gesichtspunkte zur gentechnischen Manipulation von Tieren

Neue Methoden der Gentechnik (»CRISPR«)  ermöglichen einfache und gezielte Manipulation des Erbgutes beliebiger Tiere und Pflanzen. Welche Anwendungen sind möglich, und wie lassen sich diese unter anthroposophischen Gesichtspunkten verstehen und  bewerten?

  

Andreas Neider

Das Tier im Menschen – Adler, Löwe und Stier und ihre Lockrufe

Mensch und Tier haben eine gemeinsame Evolution, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass unsere Sonne im Kosmos durch den sogenannten »Tierkreis« wandert. Durch meditative Arbeit an den so genannten »Lockrufen der Tiere« Adler, Löwe und Stier von Rudolf Steiner bewegen wir die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zu den Kräften des Tierkreises. 

 

Hans-Christian Zehnter

Das Tier ist vor seiner Erscheinung zu denken - warum die Betrachtungsweise der Metamorphose beim Tier nicht mehr genügt

Nach Rudolf Steiner hat Goethe eine sachgemäße organische Erkenntnisweise für das Pflanzenreich entwickelt, für die Erkenntnis des Tierreiches sei aber von einer bildhaft-imaginativen zu einer mehr auf das bewegliche Seelische zielenden, inspirativen Erkenntnis überzugehen. Anhand von Betrachtungen zur Pflanzen- und Tierwelt werden diese beiden Erkenntnisweisen veranschaulicht.


  

Das Verhältnis des Menschen zu den Tieren wird heute einerseits durch den darwinistischen Abstammungsgedanken , andererseits durch rücksichtslose, industrielle Ausbeutung bestimmt. Als Gegenreaktion gibt es die immer weiter verbreitete Auffassung, dass die Tiere dem Menschen gleichgestellt seien, ja, dass der Mensch ein Unfall der Evolution und schädlich für die Tierwelt und Natur überhaupt sei.

 

Rudolf Steiner entwickelte eine sehr differenzierte Sicht auf das Wesen und Verhältnis von Mensch und Tier. Er sah die Tiere als verkörperte Seeleneigenschaften und als frühe Absonderungen aus dem geistigen Menschenwesen, die die Menschwerdung physisch ermöglichten. Nach Steiner haben die Tiere ein Opfer gebracht, damit der Mensch als solcher erscheinen konnte.  Daraus ergibt sich ein tiefes Verständnis für den Zusammenhang des Menschen mit der Tierwelt und für die ethische Aufgabe, die wir – jetzt und in Zukunft – den Tieren gegenüber haben. 

 

Die Tagung beleuchtet die Entwicklung von Mensch und Tier aus erdgeschichtlicher, biologischer und anthroposophischer Sicht und zeigt kosmologische und auch mythologische Gesichts-punkte zu deren Verhältnis auf. In den Arbeitsgruppen werden Fragen der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis des Tierreichs, der gen-technischen Manipulation von Tieren sowie des Umgangs mit dem Tierischen im Menschen besprochen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! Im Verlauf der Tagung wird die Ausstellung »Metamorphose Mensch & Tier« eröffnet, die den Metamorphose-Gedanken und das Verhältnis von Mensch und Tier unter goetheanistischen und anthroposophischen Gesichtspunkten anschaulich werden lässt.

 

Christoph Hueck

 

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Flyer Tagung Mensch und Tier 2018.pdf
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