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Goetheanismus

Die Akanthos-Akademie betreibt Forschung und veranstaltet Seminare und Tagungen zur goetheanistischen Naturanschauung. Eine umfassende internationale Webseite zum Goetheanismus ist im Aufbau.

Außerdem haben wir eine goetheanistische Ausstellung zur Evolution des Menschen und der Tiere aufgebaut. Auf der dazu gehörenden Webseite können Sie auch umfangreiches Anschauungsmaterial (Beispiel) herunterladen. (Siehe dazu auch Christoph Hueck: Evolution im Doppelstrom der Zeit - Morphologie des organischen Erkennens.)

Goetheanismus ist eine phänomenologische Wissenschaftsmethodik. Sie beruht auf Art, wie Johann Wolfgang von Goethe die Natur betrachtete. Goetheanismus beobachtet die Phänomene möglichst umfassend und verarbeitet sie durch ein ›anschauendes‹ Denken, das nicht abstrakt kombinierend ist, sondern produktiv. Es verbindet sich mit den Phänomenen, indem es sie innerlich nachschafft. Dadurch zeigen die Phänomene ihre gesetzmäßigen Zusammenhänge und machen ihr Wesen, das für eine bloß äußerliche Betrachtung verborgen bleibt, geistig anschaulich und erlebbar. Obwohl das goetheanistische Denken in innere Anschauungen und Erlebnisse übergeht, bleibt es genauso klar und logisch wie das naturwissenschaftliche. Es ist jedoch reicher als das abstrakte Denken, weil es auch die Empfindungen und den Willen des Erkennenden umfasst.

Die goetheanistische Methode führt zur geistigen Anschauung der Phänomene in ihren Zusammenhängen und damit in ihrer Wirklichkeit. Rudolf Steiner knüpfte an Goethes Art der Naturbetrachtung an und bezeichnete diese Art der geistigen Anschauung als ›Imagination‹. In der Entwicklung eines imaginativen Denkens sah Steiner eine der wichtigsten Kulturaufgaben unserer Zeit.

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